Älteste Spezialsammlung für Spielzeug in Deutschland

Deutsches Spielzeugmuseum
Sonneberg

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Mitteilungen

Sonneberg, den 23. Mai 2003

Pressemitteilung

 

 

Das Deutsche Spielzeugmuseum braucht Freunde

"Museen brauchen Freunde" heißt die Devise, die über dem Internationalen Museumstag am 18. Mai stand. Wie dringend notwendig dies ist, erfahren gegenwärtig die Freunde des Deutschen Spielzeugmuseums in Sonneberg. Nachdem am vergangenen Mittwoch der Sonneberger Stadtrat die Zweckvereinbarung über die Unterhaltung des Museums mit dem Landkreis Sonneberg einseitig gekündigt hat, steht die Zukunft dieses international bedeutenden Hauses auf dem Spiel. Den von der Stadt aufgestellten Forderungen nach einer Neuausrichtung des Hauses und nach neuen Modellen der Trägerschaft kann sich der Museums- und Geschichtsverein Sonneberg e. V. nur anschließen. Bei allen Differenzen zwischen der Stadt und dem Landkreis Sonneberg über die Perspektiven des Hauses sollten aber immer noch die Interessen des Museums im Mittelpunkt stehen. Es ist jetzt nicht mehr die Zeit großer ausufernder Grabenkämpfe zwischen Stadt und Landkreis, sondern es ist endlich Zeit zum Handeln. Wenn in diesen Zusammenhängen den gegenwärtigen Diskussionen zuzustimmen ist, so können wir doch nicht umhin, darauf hinzuweisen, dass manche dieser Diskussionen gegenwärtig wenig hilfreich sind. Da wird von einer anzumahnenden Neukonzeption gesprochen, obwohl eine solche - erarbeitet durch das Museum - der Stadt wie dem Landkreis schon längere Zeit vorliegt. Das heißt nicht, dass diese der Weisheit letzter Schluss sein muss, aber man hätte darüber diskutieren können - in der Öffentlichkeit und nicht hinter verschlossenen Türen. Da wird von Herrn Falk Eichhorn - seines Zeichens Mitglied des Sonneberger Stadtrates und Mitglied unseres Vereins - von ständig steigenden Personalbestand gesprochen, obwohl genau dieser seit Jahren sinkt. Und wie bitte soll ein Museum ohne qualifiziertes Personal geführt werden? Betrüblich ist es auch, wenn viele - nicht alle - der Verantwortungsträger, mehr über als mit dem Museum sprechen. Es ist wenig hilfreich, den Mitarbeitern Unfähigkeit oder mangelndes Engagement zu unterstellen, selbst aber gar nicht das Gespräch gesucht oder sich vor Ort im Museum informiert zu haben. Die von der Stadt angestoßene Diskussion führt nun hoffentlich endlich dazu, dass der Zeit des Redens endlich die Zeit der Taten folgt. Unsererseits besteht schon geraume Zeit Gesprächsbereitschaft, auch über ein größeres ehrenamtliches Engagement, das über die bisher geleistete Arbeit hinausgeht. Gerade dieser Punkt aber setzt voraus, dass man die Bürger, die etwas tun wollen, die sich engagieren, auch mit ins Museums-Boot holt. "Museen brauchen Freunde" hieß die Devise des Internationalen Museumstages am 18. Mai. Man möchte diesen Satz ergänzen: "Museen brauchen - echte - Freunde".

 

Thomas Schwämmlein

 

 

1. Vorsitzender

 

 

 

 

Sonneberg, 14. April 2003

 

Rundbrief 01/2003

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde des Deutschen Spielzeugmuseums,
die ersten Monate des Jahres 2003 haben begonnen und wir, der Vorstand des Sonneberger Museums- und Geschichtsvereins e. V., möchten uns mit diesem Rundbrief an Sie wenden, um Sie über die aktuellen Entwicklungen im Verein und im Museum zu informieren. Künftig soll der Rundbrief mehrmals im Jahr, der Kontaktpflege zwischen Vorstand, Vereinsmitgliedern und Freunden des Museums dienen. Gleichzeitig möchten wir Sie ermuntern, sich rege am Vereinsleben zu beteiligen, eigene Wünsche und Kritik zu äußern sowie eigene kleine Beiträge für den Rundbrief zur Verfügung zu stellen.

Jahreshauptversammlung am 6. Dezember 2002

Auf der Jahreshauptversammlung im Dezember des vergangenen Jahres mussten wir des Todes unseres langjährigen 1. Vorsitzenden, Hanns Arthur Schoenau, gedenken. Hanns Schoenau war es selbst, der die Neugründung des Vereins 1991 auf den Weg brachte und über ein Jahrzehnt die Geschicke unseres Vereins leitete. Der Verein und das Deutsche Spielzeugmuseum verlor in ihm einen großen Förderer.
Für unseren Verein bedeutete dies, die Vorstandsmannschaft auf der Jahreshauptversammlung am 6. Dezember vergangenen Jahres neu zu bestimmen und zu ergänzen.
In der Wahlversammlung im Hotel "Schöne Aussicht" in Sonneberg wurden:
Thomas Schwämmlein als 1. Vorsitzender,
Klaus-Dietrich Zeutschel als 2. Vorsitzender,
Gudrun Volk als Schatzmeisterin,
Stefan Löffler als Schriftführer und
Kurt Wirth als Beisitzer gewählt.
Museumsdirektor Dr. Ernst Hofmann gehört kraft Amtes dem Vorstand an.

Situation im Deutschen Spielzeugmuseum

Bereits auf der Jahreshauptversammlung klang im Bericht des Museumsdirektors sowie in der Diskussion die gegenwärtig problematische Situation des Museums an. Dr. Ernst Hofmann hatte darauf hingewiesen, dass eine Neukonzeption des Museums schon lange notwendig ist. Eine mögliche Neuorientierung ist aber auch an Grundsatzentscheidungen gebunden, die durch den Landkreis Sonneberg und die Stadt Sonneberg zu treffen sind. In diesen Zusammenhang ist auch die seit Jahrzehnten offene Frage zu klären, ob die benachbarte Schule mittel- oder langfristig dem Museum zur Nutzung überlassen werden kann. Die fehlende Planungssicherheit wirkt sich auch auf andere Probleme hemmend aus. So wurde auf der Jahreshauptversammlung auch die problematische Situation der "Thüringer Kirmes" angesprochen, die dringend restauriert werden müsste. Zwar gibt es Vorstellungen, eine Spendenkampagne durch den Verein ins Leben zu rufen, allerdings wären dafür auch konkrete Kalkulationen notwendig. Diese hängen aber auch davon ab, ob die "Thüringer Kirmes" an ihren gegenwärtigen Platz verbleibt oder vielleicht einmal wieder an ihren ursprünglichen Platz in der Ausstellungshalle hinter der Schule, die gegenwärtig als Turnhalle genutzt wird, zurückkehren kann. Unstrittig bleibt, ohne Deutsches Spielzeugmuseum wird sich auch das im Prozess des Stadtmarketings formulierte Leitbild "Erlebnis Spielzeugstadt Sonneberg" kaum umsetzen lassen.

Aktivitäten des Vereins

Durch den 1. Vorsitzenden angeregt, hatte unser Verein zusammen mit dem Fremdenverkehrsverein Spielzeugstadt Sonneberg am 12. März diesen Jahres zum 1. Spielzeug & Museumsstammtisch eingeladen. Die Runde von Vereinsmitgliedern, Kommunalpolitikern und Tourismusexperten sowie interessierten Bürgern im Parkhotel "Sonne" in Sonneberg erwies sich als zwar lange, aber auch sehr fruchtbare Diskussion. Erste Ergebnisse dieser Diskussion, die wir einmal im Quartal wiederholen wollen, könnte eine engere Zusammenarbeit unseres Vereins mit der Stadtverwaltung bei der Konzipierung und Umsetzung von Führungsrouten durch die Stadt sein.
Eher noch in der Ideenfindung ist eine Veranstaltungsreihe "Forum Spielzeug", in der das Thema Spielzeug auf vielfältigste Weise in und um Sonneberg ins Gespräch gebracht werden soll.
Eine engere Zusammenarbeit - besonders durch die Mitglieder des Regionalgeschichtlichen Arbeitskreises - besteht zu Vereinen ähnlichen Zuschnitts schon länger. Wir streben nun aber an, die auf persönliche Kontakte beschränkten Beziehungen nunmehr auf eine höhere Ebene zu heben, indem wir einzelnen Vereinen die gegenseitige korporative Mitgliedschaft angeboten haben. Seitens des Museumsvereins Schieferbergbau Steinach/Thür. e. V. liegt bereits eine schriftliche Zusage vor; die Vorstände des Geschichts- und Köhlervereins Mengersgereuth-Hämmern e. V. und des Vereins zur Erhaltung von Schloss und Kirche zu Eisfeld e. V. haben die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ebenfalls signalisiert. Um die Kontakte innerhalb unserer Vereinsmitglieder zu vertiefen, möchten wir nach langjähriger Pause wieder ein Sommerfest im Garten des Museums anbieten. Am Sonnabend, dem 12. Juli laden wir ab 17 Uhr alle Vereinsmitglieder und Freunde des Museums zum gemütlichen Beisammensein bei Bier und Bratwurst im Garten des Deutschen Spielzeugmuseums ein.

Regionalgeschichtlicher Arbeitskreis

Die Veranstaltungen des Regionalgeschichtlichen Arbeitskreises, die in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule des Landkreises Sonneberg durchgeführt werden, haben sich inzwischen zu einem stabilen Element innerhalb der Kulturlandschaft unserer Region entwickelt, was vor allem ein Verdienst des langjährigen Arbeitskreisleiters Stefan Löffler ist. Die Schriftenreihe erfreut sich darüber hinaus einer tatkräftigen Unterstützung durch das Stadtarchiv Sonneberg. Das Konzept eines kritischen Umganges mit regionaler Geschichte, das Markenzeichen des Arbeitskreises, hat als richtig erwiesen. Wie groß die Ausstrahlung über die Landkreisgrenzen inzwischen ist, beweisen auch wohlwollende Rezensionen unserer Schriftenreihe in wissenschaftlichen Zeitschriften, aber auch Nachfragen nach Publikationsbegehren innerhalb unserer Schriftenreihe durch Universitäten und größere Unternehmen. Im Plan für das erste Halbjahr 2003 stehen noch folgende Veranstaltungen: - 6. Mai, Vortrag von Dr. Johannes Mötsch: "Die Wallfahrt zum Grimmenthal und ihr Mirakelbuch"; Beginn 19.30 Uhr im Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg - 14. Juni, Exkursion mit der Südthüringen-Bahn nach Eisfeld mit Besichtigung des Otto-Ludwig-Gartenhauses und der Stadtkirche, Abfahrt des Zuges ist 9.49 Uhr am Umweltbahnhof
- 2. August, Exkursion auf den Spuren des Schieferbergbaues (Wetzsteinbruch am Stadtberg bei Sonneberg, Schieferbrüche an der Wiefelsburg und im Röthengrund), Treffpunkt 10 Uhr auf dem Markt in Sonneberg.

Natur- und Heimatfreunde

Zu einer Erfolgsgeschichte hat sich seit Jahren die Arbeitsgruppe Natur- und Heimatfreunde entwickelt, was vor allem unserem Vorstandsmitglied Kurt Wirth zu danken ist. Mittlerweile treffen sich die Natur- und Heimatfreunde jeweils am letzten Sonnabend im Monat um 15 Uhr in der Gaststätte "Krug zum grünen Kranz" in Sonneberg ohne Sommer- und Winterpause. Der Mix aus Heimatkunde, Heimatgeschichte und gemütlichen Beisammensein zieht eine stabile Besucherschar an, für die der Heimatfreunde-Nachmittag inzwischen zu einem festen Termin geworden ist.

Ideen für den Verein und das Museum

An Ideen mangelt es innerhalb des Kreises unserer Mitglieder nicht. Wenn Sie Fragen und Anregungen haben, wenn Sie eine Idee haben, was wir noch unternehmen könnten, dann scheuen Sie nicht, sich einfach an uns per Brief, Telefon oder E-Mail zu wenden. Oder kommen Sie doch einfach einmal zu einer unserer Veranstaltungen vorbei.

 

 

Im Namen des Vorstandes

 

 

Thomas Schwämmlein

 

 

1. Vorsitzender

 

E-Mail: tschwaemmlein@t-online.de