Sammlungen
Die Sammlungen des Deutschen Spielzeugmuseums zählen zur Zeit ca. 100.000 Objekte. Die größte Bestandsgruppe ist Spielzeug mit ca. 60.000 vergebenen Inventarnummern. Ferner werden in den Magazinen gegenständliche Zeugnisse zur Lebensweise und verschiedenartige andere Belege zur Heimatgeschichte des Kreises Sonneberg (Industrie-, Kultur- und Kunstgeschichte) aufbewahrt.
Spielzeug war seit der Museumsgründung 1901 nur einer der Erwerbsschwerpunkte. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es schließlich zum wichtigsten Sammelgegenstand des Museums. Seit 1972/73 erfolgte die endgültige Profilierung zu einem kulturhistorisch-ethnographischen Museum für Spielzeug, d. h. die Erwerbs- und Ausstellungstätigkeit ist seitdem ausschließlich auf Spielzeug, Zeugnisse der regionalen Spielzeugindustrie und Zeugnisse zur Lebensweise der Kinder ausgerichtet.
Jährlich hat die Sammlung einen Zuwachs von durchschnittlich 1.000 Neuzugängen.
Zu bedeutenden Objekten der Sammlung gehören: Thüringer Porzellanpuppen des 19. Jahrhunderts, Reformpuppen des beginnenden 20. Jh., darunter früheste Käthe-Kruse-Puppen, Holzspielzeug aus Sonneberg, dem Erzgebirge und den Alpentälern des 18./19. Jh., Papiermachéspielzeug des 19. Jh., eine kleine, aber sehr kostbare Gruppe Spielzeug aus dem alten Ägypten, antikes Spielzeug aus Griechenland und Rom und die Schaugruppen "Gulliver in Liliput" und "Thüringer Kirmes".
Lücken der Sammlung bestehen heute bei selbstgefertigtem Spielzeug (von Kindern und von Erwachsenen für Kinder gefertigtem Spielzeug) und Spielzeug aus der Bundesrepublik Deutschland, vor allem aus den Jahren bis 1990. Gegenwärtig liegt der Sammlungsschwerpunkt auf Spielzeug, mit dem in Deutschland lebende Kinder heute spielen.
Die Sammlungen des Deutschen Spielzeugmuseums sind in Inventaren erfasst und über einen systematisch geordneten Kartenkatalog (Steilkatalog) zu erschließen. Zur Erleichterung der Objektsuche gibt es ein Schlagwortregister des Sammlungsbestandes Spielzeug, das zur Katalognotation des gesuchten Spielzeuges führt. Zu den meisten Objekten gibt es außer den Textdaten eine das Objekt identifizierende Sachaufnahme.
Die Systematik, nach der dieser Katalog geordnet ist, weist einige Besonderheiten auf. Historisch gewachsen vereint sie verschiedenartige Ordnungskriterien (Zeit, Raum, Material, spez. Art des Objektes), die nicht durchgängig einheitlich benutzt wurden. Die starke Strukturierung des Kataloges bringt den Nachteil der mehrfachen Zuordnungsmöglichkeit eines Objektes mit sich, was den Suchaufwand erheblich erschweren kann.
- Systematik des Bestandskataloges [PDF, 64KB]