Glasbild für eine Laterna magica
Schlangenbändigerin und Elefant stammen aus einer Glasbilderserie mit Zirkusnummern die zu einer handlichen Laterna magica der Firma Bing, Nürnberg gehören. Die Glasstreifen zeigen jeweils vier runde Lithografien.
Seit dem 17. Jahrhundert ist die Zauberlaterne bekannt. Das Licht im Inneren der Laterna magica wird, von einem Hohlspiegel reflektiert, durch die Öffnung geworfen, vor der die mit Bildern bemalten Glasstreifen angebracht werden. Ein Objektiv projiziert das so durchleuchtete Bild groß an die Zimmerwand. Zunächst von Gelehrten in Werken zur Optik diskutiert, gelangte die Zauberlaterne von der Studierstube in die Salons des Adels und bald vor das große Publikum. Die Möglichkeit, auf solche Art Bilder zu erschaffen, hatte für die Zeitgenossen etwas Magisches. Wandernde Schausteller zeigten die „Wunderbilder“ dem Volk. Bürger ließen sie von der Gasse heraufkommen, um sich zu amüsieren und verzaubern zu lassen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Laterna magica ein Gerät für den Hausgebrauch und ein heiß begehrtes Kinderspielzeug.
Inv.Nr. 76/73
Glasbilder zu einer Laterna magica der Firma Bing, Nürnberg
um 1910