Strickende Oma
Die strickende Oma ist um 1915 entstanden und diente ursprünglich als Schaufenster-figur. Die Herstellung mechanisch beweg-licher Figuren im Sonneberger Gebiet erhielt ihre Impulse von der Spielzeugfertigung. Die Schaufensterfiguren vereinen in sich die traditionelle Figurenfertigung aus Papier-maché mit Leistungen auf dem Gebiet der Mechanik. Sie dienten häufig auch als Schaufensterwerbung und gewiss haben diese beweglichen Objekte viele Schaulustige angelockt. Das Nicken des Kopfes und die strickenden Bewegungen der Arme der hier vorgestellten Figur werden durch einen Motor erzeugt. Dieser treibt ein Getriebe mit daran befindlichen Exzenterarmen an, die mit den einzelnen zu bewegenden Körperteilen verbunden sind. Das Öffnen und Schließen der Augen ist an die Bewegung des Kopfes gekoppelt. Die Mechanik und der Motor sind in einem Gehäuse versteckt. Die strickende Oma befindet sich im Museumsmagazin oder wirbt andernorts auf Messen für das Deutsche Spielzeugmuseum. Andere mechanisch bewegliche Schaufiguren, der Zauberer, der Ausklingler und die Spinnerin sind im letzten Ausstellungsabschnitt des Museums zu sehen.