Das Spielzeugmuseum - ein Haus voller Spielzeug
Wissen Sie, wie Spielzeug vor 500 Jahren aussah? Kennen
Sie Puppenköpfe aus Biskuitporzellan, zart im Teint und liebreizend im Ausdruck?
Haben Sie je Miniaturen von Liliputanern aus Brotteig gesehen? Sind Sie
neugierig geworden? All dies und noch vieles mehr kann man im Deutschen
Spielzeugmuseum entdecken.
Auf drei Etagen finden Sie hier Spielzeuge von der Antike bis zur Gegenwart:
Ein tönernes Räderpferd, eine ratternde Dampfmaschine, Karussell, Achterbahn und
eine große Modelleisenbahnanlage fesseln die Aufmerksamkeit. Im Reich der Puppen
trifft man auf zarte Gebilde aus Papiermaché und Porzellan jeden Alters und
aller Art. Man möchte mit ihnen spielen, mit den Teddys, den Plüschtieren und
dem Kasperle. Sogar die Arbeitsstube eines Heimarbeiters und ein altes
Schulzimmer sind zu sehen. Ein unvergessliches Erlebnis wird die "Thüringer
Kirmes" sein, jene Schaugruppe, die auf der Weltausstellung 1910 in Brüssel
einen "Grand Prix" errang.
Für die Älteren wird der Besuch des Museums zu einer Reise in die Kindheit,
sie werden viel Bekanntes entdecken, mit dem sie selbst gespielt haben. Die
Jüngsten können sich in der Spielecke vergnügen und die Schulkinder sich auf
eine interessante Entdeckungsreise in die Geschichte begeben.
Gegenwärtig gibt es in Deutschland etwa 150 spezielle Spielzeugmuseen bzw.
Museen, die in ständigen Ausstellungen Spielzeug präsentieren. Nur wenige andere
Museumsgattungen erfreuen sich einer solchen Beliebtheit. Als traditionsreichste
Einrichtung kann das über einhundertjährige Sonneberger Haus gelten, welches
1901 als "Industrie- und Gewerbemuseum des Meininger Oberlandes" entstand.
(mehr zur Geschichte des Spiezeugmuseums)
Seit dem 17. Jahrhundert, insbesondere nach dem Dreißigjährigen Krieg, wurde ein von Sonneberger Kaufleuten betriebener Fernhandel bedeutsam. (erfahren Sie mehr zur Geschichte der Spielwarenherstellung in Thüringen)